Unser Spanner

Ironischerweise lebte unser Spanner in der Blindenstraße. Dort sah er mehr, als die anderen Menschen.

Fehlplatziert

Immer wenn ich Lebensmittel in Supermärkten sehe, die offensichtlich am falschen Platz stehen, denke ich mir Geschichten über die Menschen aus, die sie dorthin gestellt haben. Hier sind vier davon.

Enttäuschung

Nur unerfüllte Erwartungen sind hier zu finden. Am besten gar nicht darauf klicken.

Gedanken reisen

von Alexander Wachter In Gedanken gehe ich zurück zu unseren Gesprächen, auf dem Bett liegend. Meine Socken wandern die Wand hoch, meine Gedanken deinen Worten nach. Durch das Smartphone höre ich dich: jedes kehlige Lachen, jede fragende Stirnfalte. Den Kontinenten zwischen uns zum Trotz, fühlst du dich nah an. Ich gehe zurück und ich kuschele…

Leseprobe: Am Ende bin ich

Aus dem Debütroman: Die meisten Geschichten beginnen am Anfang, meine begann mit Aurora. Wir hatten uns in einem Zugabteil kennengelernt. Der Zug bremste, und ihr Koffer fiel auf meinen Schoß. Sie entschuldigte sich, ich verliebte mich. Da waren ihre Augen, ihre Finger und ihr Lachen, das ich immer und immer wieder hören wollte. Wo sie denn aussteige, fragte ich sie. »In München«, antwortete sie. »Cool, ich auch!« Es knisterte. Beim Aussteigen hatte ich ihre Telefonnummer und sie all meine Gedanken.