2022

Premieren-Lesung:

Unsere Autorin Lydia Wünsch stellt ihren neu erschienenen Roman „Rosies Wunderkind“ vor. Neben ihr lesen an diesem Abend drei weitere Kolleg*innen der Autorengruppe Prosathek aus ihren Romanen:

🔸 Verena Ullmann aus „Die Papageieninsel oder Von der Kunst, sich selbst zu finden“,

🔸 Alexander Wachter aus „Am Ende bin Ich“ und

🔸 Victoria Grader aus „Caspers Weltformel“.

📖 Zum Buch „Rosies Wunderkind“:

Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.

📆 Wann und Wo:
Am 15. Mai 2022 um 17 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr) in der Seidlvilla am Nikolaiplatz 1b, München

🎟️ Der Eintritt beträgt 12 Euro (10 Euro ermäßigt). Karten gibt es an der Abendkasse. Reservierungen möglich unter prosathek@mail.de .

Roman von Lydia Wünsch: Rosies Wunderkind – Über die Liebe einer Mutter (erschienen am 28. März 2022)

»Ja, Almanzo war ein entzückendes Kind. Da war sich die Welt einig. Das Problem war die Mutter.«

Rosie erfährt erst spät von der Behinderung ihres Sohnes. Dabei hat sie schon lange geahnt, dass etwas mit Almanzo nicht stimmt. Die Diagnose wird ihr Leben von da an bestimmen. Und auch die Herausforderungen mit einem autistischen Kind werden von Jahr zu Jahr mächtiger, bis Rosie schließlich zu einer Entscheidung kommt, die das Leben ihrer Familie von Grund auf verändern wird.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und enthält Originaltexte des Autisten Amanzio.

Mit Rosie schafft Lydia Wünsch in ihrem Debüt eine beeindruckende Heldin, die bis zur letzten Seite in ihrer Einfachheit Größe und Würde ausstrahlt.

Lydia Wünsch: „Rosies Wunderkind“

Rezensionen:

Gänsehautfeeling

Von: Petra

29.03.2022

In dem Roman von Lydia Wünsch geht es hauptsächlich um Mutterliebe, um ein autistischtes Kind und um den Alltag mit diesem besonderen Kind, mit allen Höhen, Tiefen und Herausforderungen . Auch kommt das Kind selbst zu Wort. Das Buch hat autobiographische Züge und ist sehr lebendig geschrieben. Man ist von Anfang mitten im Geschehen und fühlt mit der Protagonistin mit. Mich hat das Buch besonders angesprochen , da ich von der Thematik des Buches, Autismus selbst betroffen bin, da auch ich ein autistischtes Kind habe. Ich finde sehr gut, dass das Buch wirklich realistisch geschrieben ist und nichts beschönigt wird. Es zeigt den Alltag mit einem Autisten wie er wirklich ist und zeigt auch auf, wie wenig Autismus von der Gesellschaft und zum Teil auch von Fachleuten anerkannt wird. Ich bin der Meinung, dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für alle deklariert werden. Ich habe noch nie ein so gutes Buch zum Thema Autismus gelesen, es ist mir unter die Haut gegangen.

Rosies Wunderkind – Über die Liebe einer Mutter – tief, bedrückend, großartig

Von: M

26.03.2022

Rosies Wunderkind erzählt die Geschichte von Almanzos Mutter Rosie. Rosie ist jung als sie Almanzo bekommt, zunächst scheint alles heiter, jedoch fallen Rosie im Vergleich mit anderen Kindern immer wieder Kleinigkeiten auf, die anders sind. Als Almanzo fast 6 Jahre alt ist, bekommt Almanzo von einem Arzt die Diagnose frühkindlicher Autismus nach Kanner. Almanzo verliert die Fähigkeit, zu sprechen, kapselt sich ab und je älter er wird, desto größer werden seine Probleme mit sich und mit seinen Aggressionen, die er nicht kontrollieren kann. Rosie fühlt sich schuldig, auch wenn sie weiß, dass nicht ein Fehlverhalten der Mutter dazu führt, sondern dass es vermutlich genetisch bedingt ist. Rosie liebt Almanzo bedingungslos, das bringt sie sehr oft an ihre Grenzen. Sie kämpft täglich und je älter Almanzo wird, desto mehr Energie braucht sie, um den Alltag zu schaffen. Die Geschichte beginnt im Gefängnis, es ist Rosies letzter Tag dort – warum ist sie dorthin gekommen? Rosie ist eine starke Frau, auch wenn ihr das selbst nicht so bewusst ist. Der Titel – Über die Lieber einer Mutter- ist so richtig passend! Egal, was passiert, eine Mutter liebt ihr Kind mit allem, was ihr möglich ist! Das kann man hier aus jeder Zeile herauslesen, Rosie stellt Almanzos Wünsche immer über ihre eigenen, auch wenn sie die Wünsche oft nur ahnen kann. Das Buch ist sehr gut geschrieben und gut in einem Zug durchzulesen. Es ist keine heitere Geschichte, im Gegenteil. Ich habe es als sehr bedrückend empfunden und mir oft gedacht, meine Güte, wie schlimm und wie wenig Hoffnung! Leider ist der Hintergrund nicht erfunden, solche Almanzos gibts es wirklich und vielleicht bewirkt es bei manchen, dass sie – sollten sie einmal einem begegnen – ein bisschen Verständnis für die Mutter (oder den Vater) aufbringen, wenn sich eine Situation beim Einkaufen wie im Buch ergibt. Es ist ein großartiges Buch, aber man darf keinen heiteren Roman erwarten!