Kapitel 30 – Mütterliche Intuition

11–17 Minuten
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Auffällig Unaufällig – ein Gemeinschaftsroman von Alexander WachterAnnika KemmeterArina MolchanIna MaschnerLydia WünschNina LischkeVerena Ullmann und Victoria Grader.

Ist dies dein erstes Kapitel von Auffällig Unauffällig? Dann starte am besten am Anfang: Auffällig Unauffällig – Prolog

Marina fluchte leise, als sie mit ihren Stiefeln durch den Matsch stapfte. Wenige Schritte später fluchte sie erneut, als sie fast mit einem Fuß stecken blieb – diesmal laut. Im Wald konnte sie ohnehin niemand hören. Sie war sauer auf Marty. Normalerweise hatte sie kein Problem damit, wenn er sie in ein Schlammloch schickte, um etwas über eine beschattete Person herauszufinden. Marina war Martys Partnerin, und sie half ihm aus, wo sie konnte. Doch ihre Bereitschaft hatte in den vergangenen Tagen ebenso gelitten wie ihr Vertrauen in ihren Chef. 

Marina zog sich die Kapuze weiter ins Gesicht. Es regnete schon den ganzen Tag und da sie wusste, sie würde sich eine Schlammschlacht liefern müssen, hatte sie sich entsprechend angezogen: Regencape, Outdoor-Hosen, Gummistiefel. Nicht gerade elegant, doch Marina stellte den äußeren Anschein nie über praktischen Nutzen. Und es wäre einfach idiotisch gewesen, sich in Kleid und High-Heels auf den Weg in den Wald zu machen. Sie hatte gehofft, in der Natur ein wenig Zerstreuung zu finden. Doch so sehr sie auch versuchte, sich abzulenken, sie musste immer wieder an Marty denken. Marina war drauf und dran gewesen, seine Bitte abzuschlagen, den Von Wahle-gegen-Von Wahle-Fall zu übernehmen. Sollte er doch selbst zusehen, wie er seine Fälle im wahrsten Sinne des Wortes unter seinen enorm großen Hut brachte, den er in letzter Zeit immer trug. Doch das wäre egoistisch gewesen und kindisch obendrein. Dabei hatte sich Marty ebenso kindlich verhalten wie Frank – doch einer musste ja der Erwachsene sein.  

Marina dachte schon, sie würde sich völlig im Dickicht verlaufen, als sie förmlich über einen heruntergekommenen Wohnwagen stolperte. Dieser war so gut zwischen den Bäumen versteckt gewesen, dass Marina ihn nicht gesehen hatte, bis sie schon kurz vor der Türe stand. Der Wagen befand sich in einem so fürchterlichen Zustand, dass Marina ihrem schlimmsten Feind nicht zugemutet hätte, darin zu wohnen. Marty hatte herausbekommen, dass Ina früher einmal der Tempel gehörte, als es noch ein Esoterik-Laden war. Wenn Ina an das, was sie dort verkauft hatte, tatsächlich glaubte, konnte sich Marina ungefähr vorstellen, wie sie diese selbsternannte Wahrsagerin zu nehmen hatte – auch wenn sie wusste, dass sie sich gerade in Vorurteilen suhlte.  

Es war keine Klingel zu sehen, also klopfte sie an die Wohnwagentüre. Doch bereits durch die geschlossene Tür erkannte Marina, wie Rauchschwaden durch die Ritzen waberten. Als sich die Tür endlich öffnete, stand dort eine hagere Frau in verzierten Roben, ihre langen Haare mit einem bunten Tuch zusammengehalten, der aus dem gleichen Stoff zu bestehen schien wie die Robe. Der Rauch stach Marina in die Augen und mit ihm kam ein überwältigender Geruch, der aus so vielen Kräutern bestand, dass sie nicht definieren konnte, was ihr da in die Nase stieg.  

„Hallo, Frau Násowasz, ich freue mich, Sie zu treffen“, grüßte Marina freundlich.  

Ina rümpfte die Nase. Marina hatte sie wohl gerade bei etwas gestört, aber damit hatte sie rechnen müssen, wenn sie schon unangekündigt bei ihr vorbeischneite. Zum Glück war Marina mit solchen Situationen nur allzu vertraut und wusste ihren umwerfenden Charme gezielt einzusetzen. 

„Ich sehe, ich störe Sie gerade bei etwas. Es tut mir leid, wie unhöflich von mir unangemeldet vorbeizukommen. Aber ich habe von Ihren unglaublichen Fähigkeiten gehört, von denen man überall in der Stadt redet. Und da wusste, ich dass ich mit meinem Problem zu keinem anderen als zu Ihnen gehen kann. Ich werde Sie auch gar nicht lange aufhalten und direkt zur Sache kommen. Versprochen.”  

Bei Marinas letzten Worten atmetet Ina hörbar aus. Die Falten an ihrer Stirn schienen sich ein wenig zu glätten. “Kommen sie erstmal herein”, sagte Ina mit verrauchter Stimme, während sie beiseitetrat. „Ziehen Sie aber die Stiefel aus und stellen Sie sie auf die untere Stufe.“  

„Natürlich,“ sagte Marina. Ina bot ihr eine Tasse Tee an und bat Sie, an einem runden Tisch Platz zu nehmen. In der Tischmitte lag eine Kristallkugel, daneben ein Stapel Karten. Marina hatte nie an solchen Hokuspokus geglaubt, sie setzte all ihr Vertrauen in Prozessoren und Algorithmen. Aber es konnte nicht schaden, einmal etwas Neues auszuprobieren, hatte sie sich gesagt und beschlossen, diese Wahrsagerei so unvoreingenommen wie möglich anzugehen.  

„Also“, fing Ina an, „was führt Sie zu mir?“  

„Können Sie das denn nicht in den Teeblättern lesen?“, fragte Marina mit einem verstohlenen Lächeln auf den Lippen.  

„Ganz so funktioniert das nicht“, antwortete Ina unbeeindruckt von Marinas Stichelei. „Ich kann schon in die Zukunft sehen und Dinge erahnen, aber dazu muss ich schon genau wissen, was Sie möchten. Ansonsten stochere ich im Dunkeln.“  

„Also gut“, sagte Marina, „es ist mein Sohn, Frank. Er ist sechzehn und, wie man es von einem Jungen in seinem Alter erwarten kann, hat er nur Frauen im Kopf.“ Marina würde nicht alle Details erzählen, aber sie hatte beschlossen, mit einem Problem zu Ina zu gehen, das sie tatsächlich beschäftigte. Ob dieses Wahrsagen nun Hokuspokus war oder nicht, Ina wirkte auf Marina zu intelligent, um eine erfundene Geschichte nicht zu durchschauen. Also musste sie ihre Lügen in Wahrheit hüllen. Ganz davon abgesehen, wusste sie ehrlich nicht, wie sie mit Frank umgehen sollte. Wer weiß, am Ende würde Ina ihr wirklich weiterhelfen können?  

„Wie die Jungs nun mal so sind“, sagte Ina in einer Art, die suggerierte, dass sie Smalltalk gewohnt war, aber als lästig empfand und daher versuchte schnell zur Sache zu kommen 

„Allerdings. Das alleine wäre noch kein Grund, Ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen, Ina. Das Problem ist, dass er sich mit einer älteren Frau eingelassen hat, die ihn, da bin ich mir sicher, nur ausnutzt.“  

„Wie können Sie da so sicher sein?“, meinte Ina, „möglicherweise sind die beiden wirklich ineinander verliebt. Möglicherweise hat sie sich entschlossen, Frank sexuell ein bisschen was beizubringen. Möglicherweise hat Frank kein Problem damit, ausgenutzt zu werden. Da sind mir schon so manche Männer begegnet.“  

„Er ist sechzehn und von Hormonen überwältigt. Er denkt nicht mit seinem Kopf“, sagte Marina.  

„Das unterscheidet ihn nicht von anderen Männern. Und es bedeutet auch nicht automatisch, dass er einen Fehler macht“, warf Ina ein. 

„Ich weiß, rational betrachtet gibt es keinen Grund zur Sorge“, gab Marina zu. „Aber was immer Frank auch vorhat, ich habe dabei ein schlechtes Gefühl. Nennen Sie es mütterliche Intuition.“ 

„Sie müssen sich mir gegenüber nicht rechtfertigen, Marina“, erläuterte Ina. „Aber ich muss Sie und das Verhältnis zu Ihrem Sohn besser verstehen, damit ich Ihnen auch wirklich helfen kann. Je verschlossener jemand ist, desto schwieriger ist es, zu helfen.“  

„Natürlich, Sie müssen ja wissen, worum es geht. Brauchen Sie noch Informationen?“, fragte Marina. 

„Das weiß ich nicht“, meinte Ina, „Sie kennen Ihr Problem besser als ich.“ 

„Ich denke, das ist das Wichtigste. Ich könnte noch viel erzählen, aber das wären allesamt Sätze aus dem Handbuch für Eltern“, sagte Marina. 

„Er ist eigentlich ein guter Junge, sowas hat er noch nie gemacht, ich bin sicher, es ist nur eine Phase“, zählte Ina mit ironischem Unterton auf. 

„Exakt. Ich bin sicher, Sie hören das andauernd. Fangen wir an“, bat Marina.

„Gut. Aber denken Sie daran, ich transportiere die Wahrheit – nicht mehr und nicht weniger.“, erläuterte Ina, „Es ist nicht mein Job, Ihnen zu erzählen, was Sie hören wollen.“  

„Verstanden“, sagte Marina. 

„Wie lautet Ihre Frage?“ 

„Wie geht es für Frank aus, wenn ich in die Sache mit ihm und der älteren Frau nicht weiter eingreife“, bat Marina.   

„Wissen Sie, wer die Frau ist?“, fragte Ina?   

„Ich hatte gehofft, das könnten Sie mir sagen.“   

„Das kann ich nicht versprechen. Mit Glück kann ich einen Anhaltspunkt finden“, sagte Ina, „Karten oder Glaskugel?“   

„Karten.“ Ina nickte und nahm den Stapel in die Hand. Sie schloss die Augen, murmelte in einer Sprache, die Marina nicht verstehen konnte und mischte die Karten in einer Folge rhythmischer Bewegungen, die geradezu hypnotisierend wirkten. Plötzlich ließ Ina ihr Kinn auf die Brust sinken, und legte ohne hinzuschauen fünf Karten auf den Tisch. Ina öffnete langsam die Augen. Als sie die Karten sah, schaute Ina zuerst verdutzt, dann wütend und richtete ihren zornigen Blick auf Marina.  

„Sie sind nicht ehrlich zu mir gewesen, Marina“, sagte Ina.  

„Was meinen Sie?“, fragte Marina, „natürlich bin ich das. Alles, was ich Ihnen erzählt habe, ist wahr.“  

„Dieses Problem ist auch real“, sagte Ina, „Doch das ist nicht der Grund, weswegen Sie hergekommen sind. Sie wollen etwas von mir erfahren. Etwas über Lydia, nicht wahr? Hier, diese Karte ist genau die, die ich auch für Lydia gelegt habe. Sie hat aber mit Ihrem Problem nichts zu tun, Marina, weswegen ich daraus schließen muss, dass die Karten mich vor etwas warnen. Weswegen sind Sie wirklich hier?“ 

„Wegen Frank, das ist der einzige Grund. Ich kenne keine Lydia.“ Marina versuchte abzulenken. „Oder meinen Sie Lydia Von Wahle, Social-Media-Sternchen? Von der habe ich natürlich schon gehört, aber ich weiß nicht, was das mit meinem Sohn zu tun haben soll.“ 

„Die Karten lügen nicht, im Gegensatz zu Ihnen, Marina.“  

„Reden Sie so mit allen Ihren Kunden?“, wollte Marina wissen. 

„Mit allen, die mich hintergehen wollen. Ich bin immer gerne bereit, zu helfen, aber wenn mich jemand ausnutzen will, reagiere ich empfindlich.“ Die Wut in Inas Stimme war nicht zu überhören. 

„So glauben Sie mir doch“, versuchte es Marina weiter, „ich bin nur um meinen Sohn besorgt. Was, wenn es Lydia ist, die sich meinen Frank gekrallt hat? Sie ist zwar nicht so viel älter, aber doch ein gutes Stück erfahrener.“ 

„Es reicht. Sie können mir nichts vormachen, Marina. Ich gebe Ihnen noch eine Chance: Sagen Sie mir die Wahrheit, oder ich werfe Sie raus“, warnte Ina. 

Marina holte tief Luft. Sie musste es riskieren. „Ich arbeite für Privatdetektiv Marty Trapington. Er wurde von Aeneas Von Wahle beauftragt, Lydia zu finden. Er hat mich hergeschickt, um zu erfahren, was Sie über Lydia wissen. Er wäre selbst gekommen, aber Ihr Kundenkreis besteht fast nur aus Frauen und Herr Trapington war der Meinung, dass er selbst zu sehr auffallen würde.“  

„Klug von ihm. Meine männlichen Kunden kann ich in der Tat an einer Hand abzählen. Und in Ihnen hat er eine fähige Verführerin“, sagte Ina.  

Marina spürte, wie ihre Wangen erröteten. Sie wurde nicht oft so schnell durchschaut. Sie fühlte sich außerdem ertappt. 

„Aber ich muss Sie nun bitten, zu gehen. Ich erwarte volle Ehrlichkeit von meinen Kundinnen, da ich ihnen sonst nicht helfen kann. Und wie schon gesagt, kann ich es gar nicht leiden, wenn man mich zur Informationsbeschaffung missbraucht. Ganz abgesehen davon, dass ich niemals vertrauliche Informationen meiner Kunden verraten würde. Gehen Sie!“ Marina sah, dass es Ina ernst war. Sie nahm ihren Regenmantel und ihre Tasche und drehte sich zur Tür um. Einen letzten Versuch wollte sie noch wagen.  

„Verena Pfuhlmann“, sagte Marina.  

„Was?“, fragte Ina.  

„Verena Pfuhlmann ist die Frau, auf die sich mein Sohn eingelassen hat.“  

„Ich dachte, Sie wissen nicht, wer sich Ihren Frank gekrallt hat.“  

“Ich habe ihr Haarband gefunden. Es ist meinem Sohn aus der Jackentasche gefallen.” Marina schluckte schwer als die Erinnerung an diesen schrecklichen Abend wieder in ihr hochkam. Sie hatte sich von zwei Männern gleichzeitig betrogen gefühlt, als sie nach dem Streit mit Frank noch in die Detektei gefahren war und die Bilder, die Marty im Tempel geschossen hatte nochmal durchsuchte. Dabei hatte sie es gesehen. In der Vergrößerung war es deutlich zu erkennen gewesen, die leuchtend roten Buchstaben V.P. hatten sich von der Dunkelheit abgehoben und ihren grausamen Verdacht Wahrheit werden lassen. Und was wusste Marty von alledem? War Frank an diesem Abend auch im Tempel gewesen? Hatte Marty ihn gesehen? Marina wurde fast schwindelig bei dem Gedanken. Sie versuchte sich wieder auf Ina und den Fall zu konzentrieren.  

 „Sie sind auf die Pfuhlmann gar nicht gut zu sprechen, wenn ich das richtig weiß“, sagte Marina.  

„Woher wissen Sie das?“, wollte Ina wissen. Ihr Tonfall verriet, dass sie nur glühenden Hass für die Pfuhlmann übrighatte.  

„Der Tempel gehörte einmal Ihnen. Wenn ich Sie richtig einschätze, passt es Ihnen gar nicht, was die Pfuhlmann aus Ihrem Heiligtum gemacht hat. Und mir passt es nicht, dass sie ihre perversen Spielchen mit meinem Sohn treibt.“  

„Und was wollen Sie dagegen unternehmen?“  

„Marty hat einen Auftrag von Aniko Senchi, Besitzerin eines Hutladens und Kindheitsfreundin der Pfuhlmann. Für Aniko soll er inkriminierendes  Material finden, mit der sie ihre alte Feindin erpressen kann. Was genau Aniko mit dem Material vorhat, weiß ich nicht, aber es wird auf jeden Fall mit einer Demütigung für die Pfuhlmann enden.“  

„Wozu brauchen Sie dann Lydia?“, wollte Ina wissen.  

„Marty hat stets mehrere Aufträge. Je schneller er die Lydia-Sache abhaken kann, desto schneller kann er sich ganz auf die Pfuhlmann konzentrieren.“ Marina pausierte, während Ina gedankenverloren aus dem Fenster sah. „Hören Sie, Ina, Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass Sie Ihren Tempel zurückbekommen, aber ich kann Ihnen zumindest eines versprechen: Rache“, sagte Marina.  

Ina überlegte kurz und sagte dann: „Lydia war hier, damit ich ihr verrate, zu welchem Mann sie gehen soll. Sie ist sowohl in Von Wahle als auch in einen armen Schlucker namens Alex Sachter verliebt. Ich habe ihr geraten, zu dem zu gehen, den Sie tatsächlich liebt, egal wie viel Geld er hat. Das hat sie aber nicht hören wollen, also habe ich ihr gesagt, sie solle sich einen guten Anwalt suchen, sich von Von Wahle scheiden lassen und sein halbes Vermögen für sich nehmen.“ Ina sah Marinas Blick. „Ich bin nicht stolz darauf. Ich gebe zu, ich wollte Lydia nur loswerden. Die Frau ist fürchterlich anstrengend und ich hatte einen Kater.“ 

„Vielen Dank, Ina. Ich weiß, ich habe viel von Ihnen verlangt.“ 

„Schon in Ordnung. Sorgen Sie nur dafür, dass die Pfuhlmann büßen wird“, bat Ina. 

„Eine letzte Frage noch“, sagte Marina, „glauben Sie, dass es mit Frank gut ausgehen wird?“  

„Wissen Sie, Marina, ich habe schon mit zahlreichen Müttern gesprochen, die genau das gleiche durchmachen. Kinder verändern sich in der Pubertät grundlegend, sie sind dann nämlich einfach keine Kinder mehr. Das heißt, dass Sie sie nicht mehr als solche behandeln und ihnen vor allem zugestehen sollten, dass sie ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Trauen Sie Ihrem Sohn?“   

„Ja, nun ja, ich meine …“, Marina war mulmig zumute, sie hatte normalerweise kein Problem damit, sich einen Fehler einzugestehen, aber wenn es um Frank ging, sah das anders aus. Sie musste zugeben, dass sie nicht umhinkonnte, in Frank immer noch den kleinen Wonneproppen zu sehen, auch wenn ihr selbstverständlich klar war, dass er das schon lange nicht mehr war. Gleichzeitig war sie es nicht gewohnt, Schwierigkeiten mit ihrem Sohn zu haben. Er war immer brav gewesen, bis vor kurzem. „Ja“, sagte sie schließlich selbstbewusst, „ja, ich vertraue ihm, nach wie vor.“   

„Dann machen Sie sich keine Sorgen“, sagte Ina. „Wenn Frank auch nur halb so clever ist wie seine Mutter, wird er schon noch rechtzeitig kapieren, mit was für einer Schlange er sich eingelassen hat.“   

„Ich kann Ihnen nicht genug danken, Ina. Was bin ich Ihnen schuldig?“, fragte Marina.  

„Stecken Sie Ihre Börse weg. Das geht auf’s Haus.“  

Wie geht die Geschichte weiter?

Lies gleich weiter und finde es heraus: Kapitel 31 – Das Bild, das alles ändert

Was ist Auffällig Unauffällig“?

Neun gescheiterte Persönlichkeiten und ein Mord. Das ist die Ausgangsituation in diesem skurrilen Kriminalroman.

Alle neun Personen treffen an verschiedenen Punkten ihres Lebens zusammen. Alle werden vom Leben ausgepeitscht und scheitern auf so liebenswerte Weise, dass es fast schon auffällig ist. Die Szene-Bar Der Tempel ist ihr Treffpunkt und jeder verdächtig, den Mord an Tempelbesitzerin Verena Pfuhlmann begangen zu haben. Oder war es doch nur ein Unfall?

Auffällig Unauffällig ist ein Gemeinschaftsprojekt der Prosathek. Jede(r) Autor:in hat einen Charakter geschrieben. Marina wurde von Frank*a Stein verfasst.


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