Alle seine Namen

von Verena Ullmann Das Muster auf der Tapete in seinem Kinderzimmer erzählte ihm von seinem früheren Leben. Ebenso seine Träume von prächtigen Kirchen und Kathedralen (ein Wort, dass er damals noch nicht kannte), sowie die flackernde Neonröhre vor der Apothekentür. Überall fand er Zeichen – oder sie fanden ihn – und legten Erinnerungen in ihm…

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von Annika Kemmeter Geburt, Taufe, Hochzeit, Jubiläum, Trauerfeier. Ihre Gedicht-App bietet Ihnen für jeden Anlass das richtige Gedicht. Individuell, persönlich, schnell. Einfach Daten in das Formular eingeben und Gedicht app! (ab!) Daten eingeben. *klick* Anlass: 60. GeburtstagEmpfänger: Ralf GruberHobbys des Empfängers: Pilzesammeln, Vogelbeobachtung, PuzzleWichtige Ereignisse im Leben des Empfängers: Eltern früh gestorben, Lehre als Automechaniker….

Früher war es besser

„Früher war alles besser“, sagt meine Mutter manchmal und meint, dass sie Recht hat.
Ich nicke dann immer und versuche mich daran zu erinnern, was früher besser war.

Ist mir so herausgerutscht

Nicht ernst gemeint, aber gestern habe ich gehustet, und da ist mir was herausgerutscht.
Sehr verwirrend, das alles.

Weihnachten vielleicht allein

von Verena Ullmann Sie nimmt am Esszimmertisch Platz. Ihre bordeauxrot lackierten Nägel klappern auf der Tischplatte. Der Steinboden glänzt unter ihren Stilettos. Das Feuer im Kamin taucht den Raum in ein zauberhaftes, weiches Licht. Frank Sinatra beginnt im Wohnzimmer zu singen, kleine Glöckchen erklingen … alles ist perfekt für ihre kleine Weihnachtsfeier, stellt sie fest….

Ein Holzhaus am See (oder Homeoffice 2020)

von Annika Kemmeter Ein Holzhaus am See. Umgeben von Bäumen, von Libellen umschwirrt. Über dir ein Zwitschern in den Ästen, vor dir raschelt das Schilf, sonst ist Ruhe. Als hätte das Haus seine hölzerne Wand heruntergeklappt, liegt die Veranda vor dem schattigen Raum. Ein Stuhl, ein Tisch und ein Laptop. Kein Netz, kein Radioempfang. Ruhe….

Flashback

Als Kind habe ich meine Mutter nicht verstanden. Ich habe die gemachten Betten, die nach Weichspüler duftenden, weißen Gardinen und die fein säuberlich zusammengelegte Wäsche auf dem Maltisch in meinem Zimmer für selbstverständlich gehalten. Meine zwei Puppen und den Spielzeugstaubsauger, die kleine Kommode und das Plastikbügeleisen habe ich von meinem Vater geschenkt bekommen. Seine Arbeit hat damals einfach mehr Sinn ergeben. Davon konnte man sich schließlich etwas kaufen.