Prosaplätzchen #4

von Annika Kemmeter

A Christmas Carol[1]

Der Vorhang öffnet sich: Wir sehen eine warm bekleidete Person, die von draußen kommt. Sie betätigt die Glocke des Hauses einer verschlafenen Person, die aufsteht, um die Tür zu öffnen.

Kling, Glöckchen, klingelingeling[2]
Von drauß‘ vom Walde komm ich her.[3]
Ich bring euch gute neue Mär[4]:
Maria durch ein Dornwald ging.[5]

Maria durch ein Dornwald ging,
der[5] grün[s]t nicht nur zur Winterzeit.[6]
Macht hoch die Tür,[7] [m]ein Weg ist so weit[8]
Kling Glöckchen kling![2]

Alles schläft!  Einsam wacht[9]
Maria[5] – hat ein Blümlein bracht.[10]
Maria und Josef betrachten es froh.[11]
Benedicamus Domino![12]

Süßer die Glocken nie klingen
als in der Weihnachtszeit.[13]
Christuskind,[14] wann kommst du geschneit?[8]
Maria tut es niedersingen![15]

Hört nur wie lieblich es schallt:[16]
Engel auf den Feldern singen,[17]
ihre keusche Brust darbringen[15] 
Freue dich, Christkind kommt bald[14]!

Freut euch ihr Christen, freuet euch[18] herbei,
o ihr Gläub’gen,[19] wer wollt sich nicht freu’n?[11]
Da liegt es das Kindlein[11], das liebliche Kindlein[20]
in der Weihnachtsbäckerei.[21]

Beide fallen auf die Knie, dann fällt der Vorhang.

Quellennachweise:
[1] Charles Dickens: A Christmas Carol. In Prose. Being a Ghost Story of Christmas.
[2] Karl Ensling: Kling, Glöckchen, klingelingeling.
[3] Theodor Storm: Von drauß‘ vom Walde komm ich her.
[4] Martin Luther: Vom Himmel hoch, da komm ich her.
[5] Unbekannt: Maria durch ein Dornwald ging.
[6] Ernst Anschütz: O Tannenbaum.
[7] Georg Weissel: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.
[8] Nach Hedwig Haberkern: Schneeflöckchen, Weißröckchen.
[9] Joseph Mohr: Stille Nacht, heilige Nacht.
[10]Unbekannt: Es ist ein Ros‘ entsprungen.
[11] Christoph von Schmid: Ihr Kinderlein, kommet.
[12] Friedrich Spee von Langenfeld: Als ich bei meinen Schafen wacht.
[13] Friedrich Wilhelm Kritzinger: Süßer die Glocken nie klingen.
[14] Wilhelm Hey: Alle Jahre wieder.
[15] Georg Götsch: Still, still, still, weil‘s Kindlein schlafen will.
[16] Eduard Ebel: Leise rieselt der Schnee.
[17] Maria Luise Thurmair: Engel auf den Feldern singen.
[18] Maria Ferschel: Wir sagen euch an den lieben Advent.
[19] Friedrich Heinrich Ranke: Herbei, o ihr Gläub’gen.
[20] Carl Riedel: Kommet, ihr Hirten.
[21] Rolf Zuckowski: In der Weihnachtsbäckerei.

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