Wie es ist, zu sterben

von Martin Trappen Der Junge stand regungslos vor dem Grab seiner Mutter und spürte kaum den Regen, der auf seinen Kopf niederprasselte. Er konnte nicht mehr sagen, welche von den Tropfen, die seine Wangen hinunterliefen, Tränen waren. Warum? Warum sie? Der Junge scherte sich nicht darum, dass seine Kleidung klatschnass wurde. War ich nicht immer…

Tiefer als der Tod

von Ina Nádasdy Wenn jemand fragt, wo Albrecht steckt, dann ist die Antwort darauf: auf dem Friedhof. Er liegt dort nicht selbst. Auch keine Verwandten von ihm. Sondern es gefällt ihm dort einfach. Dort ist es still. Nichts und niemand regt sich. Seine Freunde wundern sich schon lange nicht mehr darüber. Ich übrigens auch nicht….

Was von dir bleibt

von Verena Ullmann Ich gehe auf dem Friedhof spazieren, wie jede Woche, und versuche, Abschied von dir zu nehmen. Dein Name ist nach wie vor in meine Schädelplatte gemeißelt. Nicht mehr so tief, aber ich spüre ihn deutlich genug, wenn er fällt oder einfällt. Deine Fotos sind gelöscht, nicht endgültig, doch außer Reichweite archiviert, direkt…