Hunger nach etwas Unaussprechlichem

von Annika Kemmeter

– Ich will ein… ein… es gibt dieses Gefühl… diese Empfindung der Zunge in etwas eingehüllt zu werden… umfangen von Weiche, Geschmeide, ja, umschmeichelt zu werden von einer Glätte und Feuchte, dazu ein Geschmack, der… Wohlbefinden, oder mehr noch: Lust auslöst, oder nein, befriedigt… befriedigt und zugleich Lust auslöst, ein Geschmack nach ja und mehr, aber doch ist es nicht nur der Geschmack, sondern viel mehr die… Beschaffenheit, das Spiel aus Glätte, Frische, Kühle, Feuchte, und der Lust des Geschmacks gemeinsam mit dem Wissen: Gleich ist es vorbei, ein Häppchen nur, das den Mund zu einem galaktischen Raum weitet, der ausgefüllt ist von einer Sanftheit, die die Zunge zerteilt, nein sie erdrückt das Fleisch wie ein Margarinestück und doch ist es ein Ganzes, eine Form, weiß… nein, perlmuttern schimmernd… das Wissen: es gibt davon nur begrenzt viel, das das Verlangen beschwingt zu immer schwindeligeren Höhen, dass ich nun sage: Ich will davon sechs, nein, gleich eine ganze Platte… aber wovon? Wovon? Was ist das, wovon ich spreche? – Meinen Sie vielleicht Nigiri mit Jakobsmuscheln? – Das ist es! – Also eine Platte Hotategainigiri und eine Tasse grünen Tee. Kommt sofort.
Und dann kommt es!

(Bild: by Sebastian Dorn)

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